Boyeria irene
DE:
Westliche Geisterlibelle
Geisterlibelle
EN:
Western Spectre
Dusk Hawker
FR:
Aeschne paisible
IT:
Aeshna pacifica
Dragone spettro
Wissenswertes
Caratteristiche della specie
-
Lunghezza totale:Gesamtlänge: 63–71 mm
Male
Weibchen
Jungtiere
Belegfoto
Verbreitung
Biologie
Phänologie
Schlupfperiode: Anfang Juli bis Anfang August.
Flugzeit: Mitte August bis Anfang September, spärlich schon im Juli und bis in den Oktober.

Lebensraum
Während Boyeria irene in ihrem Hauptverbreitungsgebiet eine typische Fliessgewässerlibelle ist, wird sie in der Schweiz mehrheitlich an Alpenrandseen gefunden. Diese weisen meist steinige, überhängende und von Bäumen beschattete Ufer auf. Auch künstlich gestaltete Ufergelände mit Blockwurf oder Quaimauern und Parkbäumen werden als Lebensraum angenommen.
Mit den neuen Vorkommen am Doubs besiedelt Boyeria irene nun in der Schweiz auch Fliessgewässer. Auch hier sind die Ufer mit Bäumen bewachsen und damit mehr oder weniger stark beschattet.
Lebensweise Imagines
Die Reifungszeit verbringt die Art in der weiteren Umgebung des Entwicklungsgewässers in lichten Wäldern und parkartigen Landschaften, höher oben auch auf mit Felsen durchsetzten Bergwiesen und in lockeren Hangwäldern. Auch ausgereifte Tiere können hier jagen.
Hauptaktivitätszeit ist aber der späte Nachmittag. Sie fliegt aber auch gerne bis in die Abenddämmerung. Bei den Patrouillenflügen verhält sich das Männchen eher heimlich und bevorzugt dabei eher beschattete Abschnitte.
Die Paarung dauert nur etwa 25 Minuten, was für eine Edellibelle sehr kurz ist. Das Weibchen legt die Eier allein ab und tut dies ebenfalls sehr heimlich. Die Eier werden in sandiges oder steiniges Substrat, in Moose oder Holz abgelegt. Dabei sucht das Weibchen oft auch unterspülte Uferstellen aus und verschwindet dort zur Eiablage ganz in der Höhlung.
Der Schlupf erfolgt nachts meist unweit der Uferlinie. Die Exuvien sind dabei an regengeschützten Stellen wie Bootshäusern oder Strassengalerien das ganze Jahr über einfacher zu finden als die Imagines.
Lebensweise Larven
Den ersten Winter verbringt die Art im Eistadium. Im darauffolgenden Frühling, wenn die Uferbereiche durch Schmelzwasser überflutet sind, schlüpfen die Larven. Einen zweiten und ev. dritten Winter verbringen die Larven ohne Entwicklungsstillstand im Wasser. In den Schweizer Alpenrandseen halten sich die Larven meist in 10–20 cm Tiefe unter Schottersteinen auf. Der Schlupf findet nachts statt. Exuvien sind unter anderem an Blocksteinen, Uferbefestigungen, Molen, Bootshäusern oder unter Uferstrassen zu finden.
Minacce e protezione
Boyeria irene ist in Europa als «potenziell gefährdet» (NT) und in der Schweiz als «verletzlich» (VU) eingestuft. Der Bestand in der Schweiz gilt als stabil, aber wegen der weiterhin begrenzten Verbreitung gilt die Art als «verletzlich» (VU) und als National Prioritäre Art.
Nährstoffeinträge in die Entwicklungsgewässer, harte Uferverbauungen ohne geeignete Eiablagestellen und Wellenschlag durch Schiffsbetrieb zählen zu den Gefährdungsfaktoren. Zudem brauchen die Larven am Gewässergrund geeignete Tagesverstecke, damit sie sich vor Fischen in Sicherheit bringen können. Diese finden sie vor allem unter Steinen, sandiges Substrat ist ungeeignet.
Die Entwicklungsorte von Boyeria irene sind nirgends speziell geschützt, unterliegen aber dem generellen Uferschutz. Pflegekonzepte zu ihrer Förderung existieren nicht. Die Art sollte bei uferbaulichen Massnahmen in ihrem Verbreitungsgebiet unbedingt berücksichtigt werden. Auch Geschwindigkeitsbegrenzungen im Schiffsverkehr sind sinnvoll.
Status Schweiz
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Rote Liste CH:VU - verletzlich
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NHV:Geschützt
Artenschutzblatt
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DE:
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FR:
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IT:
nessuno






