Aeshna subarctica
DE:
Hochmoor-Mosaikjungfer
EN:
Bog Hawker
Subarctic Hawker
FR:
Aeschne subarctique
IT:
Aeshna subarctica
Dragone artico
Wissenswertes
Caratteristiche della specie
-
Lunghezza totale:70-76 mm
Male
Weibchen
Jungtiere
Belegfoto
Verbreitung
Biologie
Phänologie
Emergenzperiode: Ende Juni bis Mitte August. Schlupfnachweise sind in der Schweiz selten.
Hauptflugzeit: Ende Juli bis Anfang September, vereinzelt schon ab Ende Juni und bis Anfang Oktober.

Lebensraum
Vorwiegend Hochmoore, die mit Torfmoosen bewachsen und meist von Nadelwald umgeben sind, aber grössere baumfreie Zentren aufweisen. Oft liegen diese in Gebieten mit niederschlagsreichem und eher kühlem Klima. Bevorzugt werden nährstoffarme, saure, gut besonnte Gewässer, welche nicht vollständig von Wald eingeschlossen sind.
Lebensweise Imagines
Die Reifezeit verbringt sie bis zu 10 km vom Schlupfgewässer entfernt an lichten Stellen im Wald. Nur ein geringer Teil der Tiere kehrt zum Entwicklungsgewässer zurück, die meisten wandern ab.
Das Paarungsverhalten gleicht dem der Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea). Das Männchen patrouilliert für jeweils etwa eine halbe Stunde an einem Gewässer und zieht dann weiter. Zum Aufwärmen setzt es sich besonders morgens und abends gerne auf besonnte Baumstämme. Das Paarungsrad bildet sich am Gewässer, danach fliegt es in die Baumkronen.
Das Weibchen legt die Eier alleine ab, bevorzugt in horizontaler Lage in Torfmoose, aber auch in totes Pflanzenmaterial oder nassen Uferschlamm. Anders als die Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) legt es nie in senkrecht stehender Position ab.
Schlüpft am Vormittag. Exuvien findet man im Gegensatz zu jenen der Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) nur in Hoch- und Zwischenmooren und auch bei ungünstigem Flugwetter, meist wenige Zentimeter über dem Wasser an senkrechter Vegetation oder auch an Torfmoos.
Lebensweise Larven
Den ersten Winter verbringt Aeshna subarctica elisabethae im Eistadium. Die Larven schlüpfen ab Mitte des darauffolgenden Juni. Meist halten sie sich zwischen flutenden Moosen auf. Insgesamt dauert die Entwicklung drei bis vier Jahre. Im letzten Winter vor dem Schlupf zur Imago macht die ausgewachsene Larve einen Entwicklungsstillstand.
Minacce e protezione
Aeshna subarctica wird gemäss der Europäischen Roten Liste der Libellen (2024) als «potenziell gefährdet» (NT) eingestuft. Die verstreuten Populationen der Gebirge Mitteleuropas dagegen sind regional unterschiedlich stark bedroht.
In der Schweiz gilt Aeshna subarctica elisabethae aufgrund der geringen Anzahl an Vorkommen als stark gefährdet (EN) und als national Prioritäre Art. Ihre Entwicklungsgewässer befinden sich fast immer in Hochmooren, welche in der Schweiz selten und überall, trotz gesetzlichem Schutz, gefährdet sind. Beweidung, Überdüngung und Wintertourismus (vor allem Betrieb von Langlaufloipen) sind besonders schädlich für die Entwicklungsgewässer.
Zum Schutz dieser Art muss der gesetzliche Schutz von Hochmooren konsequent durchgesetzt werden. Dies beinhaltet Verzicht auf Drainagen auch in der weiteren Umgebung, Einzäunung von Entwicklungsgewässern zum Schutz vor Weidevieh, Verhinderung jeglicher Nährstoffeinträge und die Aufwertung des Hochmoor-Umfelds (Pufferzonen). Entwässerte Moore können durch entsprechende Massnahmen regeneriert werden. Aeshna subarctica reagiert positiv auf Wiedervernässungsmassnahmen und besiedelt geeignete Habitate offenbar rasch (zum Beispiel Neuenburger Jura). Mit ihrer Vorliebe für kühleres Klima ist es denkbar, dass sie im Zuge der Klimaerwärmung in höhere Lagen verdrängt wird. Fehlt diese Ausweichmöglichkeit, so könnten Populationen auch erlöschen.
Status Schweiz
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Rote Liste CH:EN - Stark gefährdet
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NHV:Geschützt
Artenschutzblatt
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DE:
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FR:
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IT:
nessuno
















